Bauvorhaben im Carré Kaiser-, Nasse- und Lennéstraße

Bebauungsplan öffentlich ausgelegt

 

In der Draufsicht des Lageplans lassen sich die vier Gebäudeteils erkennen: Studierendenservicezentrum und Verwaltung (Gebäude A), Studierendenwohnheim (Gebäude B), AStA der Universität Bonn mit Beratungsangeboten (Gebäude C) und die Mensa mit Café und Lernzone (Gebäude D). Der Innenhof wird von Bebauung freigehalten und schafft Platz für einen begrünten Campusgarten. Bebauungsplan Nr. 6621 - 1 Teil 2 Vorhabenplan Blatt 1/2 Lage - Ansicht Nassestraße © Bundesstadt Bonn
  • Sechs Wochen Zeit für Stellungnahmen
  • Zeitgemäße Neuinterpretation der Mensa als sozialem Ort
  • Modernisierungsprojekt schärft Profil der Exzellenzuniversität Bonn

Bonn, 17. September 2020. Der vorhabenbezogene Bebauungsplan Nr. 6621-1 „Mensa Nassestraße“ geht in die öffentliche Auslage. Im Zeitraum vom 17. September bis zum 30. Oktober haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich umfassend über den aktuellen Entwurfsstand des Bauvorhabens im Carré zwischen Kaiserstraße, Nassestraße und Lennéstraße zu informieren und über schriftliche Stellungnahmen zu beteiligen. Der Ausschuss für Planung, Verkehr und Denkmalschutz der Bundesstadt Bonn hat in seiner Sitzung am 26.08.2020 die öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes als teilweise Änderung des Bebauungsplanes Nr. 7822-8 beschlossen.

Im Überblick

Öffentliche Auslegung des Bebauungsplanes (gemäß § 3 Abs. 2 BauGB)

  • vom 17. September bis 30. Oktober 2020
  • Mo, Di, Mi und Fr von 8 bis 13 Uhr, Do von 8 bis 18 Uhr
  • Amt für Bodenmanagement und Geoinformation
    (Stadthaus, Berliner Platz 2, Aufzug 2, Etage 6B)
  • Pandemiebedingt nur mit Terminabsprache!
    Tel.        0228 77 22 00
    E-Mail kundenzentrum-geodaten(at)bonn.de

Informationen online einsehbar

Sämtliche Informationen wie Pläne, externe Stellungnahmen und Gutachten sind auch auf der Webseite der Stadt Bonn abrufbar, unter der Adresse www.bonn.de  unter dem Suchbegriff „Nassestraße.“

Stellungnahmen

Stellungnahmen von Bürgerinnen und Bürgern können gemäß § 13a Abs. 3 bzw. § 3 Abs. 2 des Baugesetzbuches (BauGB) während der Auslegungsfrist schriftlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.

Postanschrift: Stadtplanungsamt, Berliner Platz 2, 53103 Bonn

Fax        0228 779 61 96 68

E-Mail  Amt61.anregungen(at)bonn.de

Die Stellungnahmen fließen in das weitere Planverfahren ein.

Plangebiet und Planungsrecht

Das rund 6.400 Quadratmeter große Plangebiet liegt im Stadtbezirk Bonn inmitten des gründerzeitlichen Wohnviertels der Bonner Südstadt, im nördlichen Teilbereich des Straßengevierts Kaiserstraße, Nassestraße, Lennéstraße und Weberstraße. Das im Eigentum des Studierendenwerks Bonn befindliche Grundstück weist eine Mischnutzung auf und ist bislang als Allgemeines Wohngebiet (WA) festgesetzt. Der Bebauungsplan soll im Rahmen des Vorhabens nunmehr adäquat angepasst werden: als Sondergebiet für Hochschuleinrichtungen.

 

Hintergrund zum Bauvorhaben

Das Studierendenwerk Bonn modernisiert im Zuge eines Neubaus seine im ersten Nachkriegsjahrzehnt entstandenen und seit nunmehr sieben Jahrzehnten genutzten Liegenschaften. Das Vorhaben inmitten der Bonner Südstadt ist ambitioniert und kommt doch zur richtigen Zeit. Denn vom jüngst erworbenen Status der Universität Bonn als Exzellenzuniversität geht eine enorme nationale wie internationale Strahlkraft aus. „Unser mit Landesmitteln in erheblichem Umfang gefördertes Projekt wird dazu beitragen, das Profil von Universität und Stadt gleichermaßen zu schärfen“ sagt Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn.

Gemeinwohl im Fokus

Das Studierendenwerk Bonn ist als Anstalt des öffentlichen Rechts eine gemeinnützige und dem Gemeinwohl verpflichtete Organisation und als solche unmittelbar zuständig für die soziale Infrastruktur des Hochschulraums Bonn/Rhein-Sieg mit seinen circa 48.000 Studierenden.

Herzstück der sozialen Infrastruktur

Im Kern geht es bei dem Bauvorhaben um die Neuinterpretation einer zeitgemäßen Mensa als einem sozialen Ort, wo man sich regeneriert und erholt, gemeinsam lernt und arbeitet – ein ganztägiges Zentrum des universitären Lebens. Die Beratungsangebote des Studierendenwerks werden in einem Studierendenservicezentrum gebündelt und studentischer Wohnraum geschaffen. Neben der Verwaltung des Studierendenwerks wird zudem der AStA der Universität Bonn mit seinem breiten Beratungsangebot im Carré seinen Sitz behalten.

Der öffentlich ausgelegte Entwurfsstand basiert auf dem Ergebnis des ersten Preisträgers des städtebaulichen Wettbewerbs vom Sommer 2019. Der erste Preisträger, das renommierte Architekturbüro Baumschlager Eberle aus Berlin, konnte als Generalplaner gewonnen werden. Der Wettbewerbsentwurf wurde in enger Abstimmung mit der Stadt Bonn überarbeitet und weiterentwickelt. Die Öffentlichkeit wurde frühzeitig im November 2019 formell beteiligt.

Harmonische Integration in Südstadt

Von Beginn an war es das Ziel, eine bestmögliche städtebauliche Lösung zu realisieren, die sich harmonisch in das Südstadtquartier einfügt. Bereits das Wettbewerbsergebnis erfüllte weitestgehend die Forderungen in Bezug auf eine hohe Qualität der Bausubstanz, Denkmalschutz, Energieeffizienz, Nachbarschaftsbelange und einen attraktiven Freiraum. Die sich anschließende Überarbeitung hat sich auf folgende Aspekte konzentriert:

  • Kompaktes Bauvolumen, das sich denkmalgerecht in Umgebung einfügt
  • Innenhof bleibt frei von Bebauung und wird begrünt (Campusgarten)
  • Kompakte, eingeschossige Tiefgarage, die Lärm und Abgase im Innenhof vermeidet
  • Keine oberirdischen PKW-Stellplätze mehr
  • Ausreichend Radstellplätze am Gebäude
  • Ergänzendes Mobilitätskonzept für einen nachhaltigeren Verkehr

Aktive Beteiligung der Anlieger

Im Sinne einer guten Nachbarschaft hat das Studierendenwerk Bonn von Beginn an, d. h. seit August 2018, regelmäßig über das Bauprojekt informiert und die Anlieger aktiv eingebunden, insbesondere im Zuge des Wettbewerbsverfahrens: mit einem eigenen Abschnitt Belange der Nachbarschaft in der Auslobung, bei der Vorprüfung der eingereichten Wettbewerbsergebnisse als auch bei der Sitzung des Preisgerichts im Juni 2019. Zudem steht das Studierendenwerk mit allen direkt angrenzenden Eigentümern in einem unmittelbaren Informationsaustausch, vor allem mit Bezug auf die konkreten Baumaßnahmen.

Interim und weiteres Vorgehen

Parallel zur Offenlage bereitet das Studierendenwerk Bonn derzeit die erforderlichen Interimslösungen für Mensa, Beratungsangebot, Verwaltung und den AStA vor. Die Umzüge sind zwischen November 2020 und Februar 2021 vorgesehen.

Den erfolgreichen Abschluss des vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens mittels Satzungsbeschluss vorausgesetzt, beginnen im ersten Quartal 2021 die ersten Arbeiten. Die dann leerstehenden Liegenschaften werden zunächst schadstoffsaniert, bevor es zum Abriss kommt.

Zum konkreten Ablauf von Schadstoffsanierung, Abriss, Baustelleneinrichtung und Verbau der Baugrube wird das Studierendenwerk separat informieren.

 

Pressekontakt/Ansprechpartner:

Robert Anders

Leiter Marketing & Kommunikation/Pressesprecher

Studierendenwerk Bonn AöR
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