Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht

Rückblick in unruhige(n) Zeiten

  • Jubiläum 100 Jahre Studierendenwerk Bonn
  • Stabile Ertragslage bei leicht steigenden Studierendenzahlen
  • Im Fokus steht der Neubau im Carré Nassestraße
  • Auswirkungen der Corona-Pandemie ungewiss

Bonn, 06. Oktober 2020. Das Studierendenwerk Bonn zieht für das Jahr 2019 Bilanz. Mit Mensen und Cafés, günstigen Wohnheimen, Kinderbetreuung, Studienfinanzierung und Beratung kümmert sich der Rundum-Dienstleister um das Wohl von rund 47.000 Studierenden im Hochschulraum Bonn/Rhein-Sieg – und das bereits seit 100 Jahren. Der Studienstandort bleibt, gerade auch für internationale Studierende, sehr attraktiv, nicht zuletzt angetrieben durch die jüngst zur Exzellenzuniversität ernannte Universität Bonn.

Der Geschäftsbericht 2019 widmet sich in einem historischen Rückblick den schwierigen Anfängen nach dem Ersten Weltkrieg und gibt einen Überblick über die Veranstaltungen anlässlich des 100-jährigen Jubiläums. Für die erbrachten Leistungen im vergangenen Jahr kann festgestellt werden, dass:

  • die Studierendenzahlen moderat auf rund 47.000 gestiegen sind,
  • die Anzahl der ausgegebenen Essen in den Mensen leicht auf rund 1,4 Millionen gesunken ist,
  • die Anzahl der angebotenen Wohnheimplätze auf 3.958 gestiegen ist, bei nahezu ganzjähriger Vollbelegung,
  • die Zahl der Antragssteller*innen auf BAföG mit 7.174 fast konstant gehalten werden konnte,
  • die 231 Kita-Plätze stets belegt waren und
  • das Angebot der Psychologischen Beratungsstelle mehr nachgefragt wird.

Als Fazit fasst Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn, die Situation wie folgt zusammen: „Unser Angebot wird gut bis sehr gut angenommen. Nachholbedarf haben wir vor allem dort, wo wir viel Geld investieren müssen, um attraktiver zu werden, etwa in den Mensen und Wohnheimen. Allerdings stehen den, vorwiegend tariflich bedingt, steigenden Kosten bei Personal leider nur stagnierende Landeszuschüsse gegenüber. Das heißt in der Konsequenz, dass die Studierenden über einen höheren Sozialbeitrag daran beteiligt werden müssen. Gerade mit Blick auf die erforderlichen Investitionen in den kommenden Jahren in unsere zahlreichen Liegenschaften ergibt sich somit eine Schieflage.“

Mit Blick auf die bundesweit stagnierenden Antragszahlen beim BAföG ist der Gesetzgeber gefragt, die Bedingungen rascher anzupassen, um wieder mehr Studierende davon profitieren zu lassen.

Neues Studierendenhaus

Im Fokus des laufenden Jahres stehen vor allem die Vorbereitungen für das große Bauvorhaben im Carré Nassestraße. Im Kern geht es um die Neuinterpretation einer zeitgemäßen Mensa als einem sozialen Ort, wo man sich regeneriert und erholt, gemeinsam lernt und arbeitet – ein ganztägiges Zentrum des universitären Lebens. Noch bis Ende Oktober können sich interessierte Bürger*innen im Rahmen der Offenlage informieren und beteiligen. „Unser mit öffentlichen Mitteln gefördertes Modernisierungsprojekt inmitten der Bonner Südstadt wird dazu beitragen, das Profil von Universität und Stadt gleichermaßen zu schärfen,“ gibt sich Jürgen Huber überzeugt. Während der Bauphase werden für mehrere Jahre Interimslösungen bezogen.

Massive Investitionen im studentischen Wohnen geplant

Das Wohnheim Pariser Straße in Auerberg wurde seit 2017 im Bestand vollständig saniert und konnte im Oktober 2019 wiedereröffnet werden. Somit stieg die Anzahl der Wohnheimplätze um über 300 Einheiten. „Gleichwohl gibt es einen erheblichen Sanierungs- und Modernisierungsstau in den großen Wohnanlagen, etwa in Tannenbusch und in Castell, den wir mit einem detaillierten Liegenschaftskonzept schrittweise auflösen wollen“, blickt Jürgen Huber zuversichtlich nach vorn: „Das bedeutet massive Investitionen, für die wir beim Land auch Fördermittel einwerben müssen.“

Ausblick in das Jahr 2021 ungewiss

Wichtiger als der bilanzierende Rückblick scheint derzeit der Ausblick in ein ungewisses Jahr 2021. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht abzusehen. „Es gilt für uns sehr genau zu beobachten und zu analysieren, was die Pandemie für unsere Arbeit als Studierendenwerk bedeutet und uns an neue Szenarien anzupassen“, resümiert Jürgen Huber abschließend. „Dennoch vertrauen wir fest darauf, dass universitäres Leben nicht vereinzelt am heimischen Computer gelingen kann, sondern im persönlichen Austausch geschehen muss.“ Für faire soziale Rahmenbedingungen wird sich das Studierendenwerk Bonn weiter stark machen.

Download Geschäftsbericht 2019

 

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