Nǐmen hǎo in Deutschland!

China Trainee des Studentenwerks Bonn erläutert gemeinsam mit der Referentin für Internationales in einer Informationsveranstaltung für neue chinesische Studierende die wichtigsten Schritte für einen unkomplizierten Start in Deutschland

Foto: Studentenwerk Bonn

Gehe ich mit einer Grippe eigentlich direkt ins Krankenhaus? Was brauche ich, um ein Bankkonto zu eröffnen? Fragen dieser Art sind es, die den Neuankömmlingen aus China auf den Lippen brennen, wenn sie – frisch in Deutschland angekommen – ihren Alltag organisieren müssen. "Sind diese Dinge erst einmal geklärt, kann sich vollends auf den Studienerfolg konzentriert werden", sagt Christiane Breternitz, Abteilungsleiterin Internationales. Um sie dabei zu unterstützen und Irrtümern vorzubeugen, hat die Abteilung Internationales des Studentenwerks Bonn eine Informationsveranstaltung organisiert. Immerhin stellen die Chinesen die größte Gruppe unter den ausländischen Studierenden in Deutschland. Über 60 von ihnen sind der Einladung am Samstag, den 11. Oktober, in die Mensa Nassestraße gefolgt.

Frau Xin Gao, China-Trainee in der Abteilung Internationales, gab den Studierenden gemeinsam mit Yi Xu, Referentin für Internationales, eine To-Do-Liste für die ersten Wochen an die Hand, die sie auf notwendige Schritte in Deutschland hinwies. So waren dort das Melden beim Einwohnermeldeamt, der Abschluss einer Krankenversicherung und vieles mehr zu finden. Besonderen Wert legten die Beiden dabei auf die richtige Reihenfolge und machten darauf aufmerksam, dass man beispielsweise für die Eröffnung eines Girokontos bereits bei der Stadt gemeldet sein muss.

Außerdem gaben sie den Neuankömmlingen wertvolle Tipps für das tägliche Leben und beleuchteten die größten Unterschiede zwischen Deutschland und China. Während man in China bei beliebigem Leiden ein Krankenhaus aufsucht, in dem verschiedene Fachärzte ansässig sind, macht man sich in Deutschland eigenständig auf die Suche nach einer Arztpraxis – egal ob Haus- oder Facharzt. Auch erörterten sie die Mülltrennung, auf die man hierzulande großen Wert legt. Beim Thema Einkauf beschrieben sie die Vielfalt und die zum Teil deutlichen Preisunterschiede der deutschen Supermärkte. In China fällt der Preiskampf unter den Supermärkten deutlich schwächer aus, sodass der Kunde keine großen Vergleiche anstellen muss.

Die China-Trainee Xin Gao ist erst seit Ende September im Studentenwerk Bonn. Viele der Studierenden, die zu ihrer und Yi Xus Veranstaltung erschienen sind, hat sie während ihrer ersten Station im Studentenwerk kennengelernt – beim Hospitieren in der Abteilung Wohnen. Sie nutzte die Gelegenheit und verwies ihre gerade in Deutschland eingetroffenen Landsleute auf den Termin. Im Rahmen des China-Traineeprogramms wird Xin Gao für eine Laufzeit von sechs Monaten die Abteilungen des Studentenwerks Bonn durchlaufen und so die Beratungs- und Serviceangebote kennenlernen. Das Kooperationsprojekt des Deutschen Studentenwerks (DSW) und der Robert Bosch Stiftung  an deutschen Hochschulen verfolgt dabei das Ziel, den chinesischen Studierenden die Integration in Deutschland zu erleichtern.