Richtfest beim Neubau der Studierendenwohnanlage in Neu-Tannenbusch (Tabu I)

Das Studierendenwerk Bonn feiert Richtfest beim Neubau der Studierendenwohnanlage in Neu-Tannenbusch (Tabu I). Im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Soziale Stadt Tannenbusch“ entstehen im Dreieck von Oppelner Straße, Riesengebirgsstraße und Posener Weg sechs Gebäude mit vier und ein Gebäude mit fünf Geschossen für insgesamt 211 Studierende.

Das Richtfest der neuen Studierendenwohnanlage in Tannenbusch wird in feierlichem Rahmen begangen: [v.l.n.r.: Torben Stumpe (Vorstand der MBN Bau AG), Marcel Basten (Polier), Jürgen Huber (Geschäftsführer Studierendenwerk Bonn), Gabriele Klingmüller (Bürgermeisterin Bundesstadt Bonn), Henriette Reinsberg (Stadtverordnete Bundesstadt Bonn), Rolf Beu (Landtagsabgeordneter der Grünen), Andrea Willscheidt (Abteilungsleiterin Studentisches Wohnen), Marina Emsing (Studentin der Universität Bonn, Verwaltungsratsmitglied Studierendenwerk Bonn), Reinhard Gerlach (Geschäftsführer pbs Architekten), Marian Momper (Studierendenparlament der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg)] [Foto: Studierendenwerk Bonn/Lars Bergengruen]

Das Besondere an dieser Wohnanlage sind die aufgelockerte Architektonik, ein barrierefreier Zugang und die Bauweise als höchst energieeffizientes Passivhaus. Die 133 Wohneinheiten auf insgesamt 5.600 Quadratmetern Wohnfläche teilen sich in Appartements sowie Wohnungen mit bis zu vier Zimmern auf. Zusätzlich wird es vier Wohneinheiten geben, die auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern ausgerichtet sind. Studierenden mit Kind werden außerdem vier Wohnungen mit einem kleinen Kinderzimmer zur Verfügung stehen. Damit wird ein qualitativ hochwertiges Wohnquartier geschaffen, das zwischen den unterschiedlichen Baustrukturen auf den benachbarten Grundstücken vermittelt und in kleinteiligen Baustrukturen ein zeitgemäßes Wohnungsangebot für Studierende bietet.
„Das Studierendenwerk Bonn investiert in Neu-Tannenbusch, und damit in die soziale Infrastruktur der Universitätsstadt Bonn, bis zu 20 Millionen Euro – inkl. Abriss und Schadstoffentsorgung des Vorgängerbaus“, sagt Jürgen Huber, Geschäftsführer des Studierendenwerks Bonn und ergänzt: „Wir engagieren uns gerne im Rahmen der Sozialen Stadt, denn in Tannenbusch leben seit Jahrzehnten Studierende.“ Rund 80 Prozent der Investitionssumme werden vom Land Nordrhein-Westfalen über die NRW-Bank mit einem zinsgünstigen Kredit gefördert.
Gabriele Klingmüller, Bürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, würdigte in ihrer Ansprache den Neubau als einen „Ort des sozialen Austauschs, der lebendiger und menschlicher“ wirke und freut sich auf mehr junge Studierende in Tannenbusch.

Wenn alles nach Plan läuft, erfolgt die schlüsselfertige Übergabe an das Studierendenwerk Bonn Ende April 2016, so dass die ersten studentischen Bewohner zum Wintersemester 2016/2017 ihre möblierten Appartements beziehen können. Derzeit werden die Fenster eingesetzt und die Gebäudehülle fertiggestellt, also Dach, Fertigteilfassade und im Anschluss das Wärmedämmverbund-System. In den kommenden Monaten erfolgt dann der Innenausbau.
Das Außengelände wird verschiedenen Bedürfnissen entsprechen. Im Innenhof des Wohnheims laden eine Holzterrasse und ein Grillplatz dazu ein, draußen zu verweilen. Neben einem Parkplatz für 24 Pkws gibt es auch überdachte und abschließbare Plätze für 211 Fahrräder. Ein Gemeinschaftsraum an der Ecke Oppelner/Riesengebirgsstraße soll ggf. auch von Bürgern und Ortsvereinen angemietet werden können, also teilöffentlich nutzbar sein.
Den Studierenden wird eine Komplettmiete inklusive Internetflat angeboten, so wie beim Studierendenwerk Bonn üblich. Die Mietpreise lassen sich erst nach der endgültigen Feststellung der Herstellungs- und Finanzierungskosten ermitteln.

Hintergrund:
Beim NRW-Landeswettbewerb 2010 „Innovative Wohnformen für Studierende in gemischten Quartieren“ im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“ erhielt der Entwurf von pbs Architekten (Aachen) den 1. Preis. Der Abriss der schadstoffbelasteten Vorgänger-Wohnanlage erfolgte im Jahre 2013. Ende 2014 haben die Bauarbeiten am neuen Wohnheim in Tannenbusch begonnen. Es wird weitestgehend der Sieger-Entwurf des Landeswettbewerbs umgesetzt. Für die Bauausführung hat das Studierendenwerk Bonn neben pbs Architekten einen Generalunternehmer beauftragt, die Firma MBN Bau AG (Niederlassung Köln).

Das Studierendenwerk Bonn betreibt 35 studentische Wohnanlagen mit derzeit rund 3.600 Plätzen. Instandhaltung und Modernisierung stellen besondere personelle und finanzielle Herausforderungen dar. Neben dem Bau der Wohnanlage in Neu-Tannenbusch, entsteht derzeit in Bonn-Castell ein weiteres Studentenwohnheim mit 72 Plätzen. Darüber hinaus wird seit Februar 2015 die Mensa Poppelsdorf komplett saniert.


[Fotos: Studierendenwerk Bonn/Lars Bergengruen]

[Montage: pbs Architekten]


Bilder des Baufortschritts können Sie auf dieser Microsite einsehen.


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