Studierende erkunden beim interkulturellen Kochabend die türkische Küche

Beginnend im Mai gibt es im Carls Bistro des Studentenwerks Bonn an jedem ersten Mittwoch im Monat einen interkulturellen Kochabend für Studierende.

Studentin der Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften Demet Celik macht vor, wie die Börekröllchen gelingen. Foto: Studentenwerk Bonn

Die bisher punktuell veranstalteten Ausflüge in die kulinarische Vielfalt der Welt stießen jedes Mal auf sehr große Resonanz und werden deshalb nun regelmäßig organisiert. Zum Auftakt tauchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Genüsse der türkischen Küche ein.

„Ziel der Abende ist es, nicht nur ausgewählte landestypische Gerichte kennenzulernen, sondern auch den Austausch zwischen deutschen und internationalen Studierenden zu bieten“, so die Organisatorin Xu Yi. Sie ist Referentin für Internationales beim Studentenwerk Bonn und hat sich zum Grundsatz gemacht, jedes Mal einen „Kochlehrer“ aus dem behandelten Land zu gewinnen. Dabei handelt es sich immer um Studierende mit internationalen Wurzeln, die ihre eigenen Rezepte mitbringen und an diesem Abend zeigen, wie man die Gerichte ihrer Heimat zubereitet.

Durch den türkischen Kochabend führt Demet Celik, die im vierten Semester Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften (BA) an der Universität Bonn studiert. Sie zeigt den 15 Studierenden, wie Sigara Börek und Couscous-Salat sowie scharfer Dip und Tzatziki zubereitet werden. Celik verteilt die Aufgaben geschickt: eine Gruppe schnippelt Petersilie, eine andere Tomaten und eine dritte widmet sich dem Couscous.

Zwischendurch erläutert Celik die Besonderheiten bei der Zubereitung und gibt Tipps für die Auswahl der Zutaten – so sollte z.B. darauf geachtet werden, dass der für den Couscous verwendete Bulgur „köftelik“, sprich „dünn“ ist. Nach diesem Hinweis auf der Packung sollte beim Einkauf Ausschau gehalten werden. Die größte Herausforderung des Abends: die Fetakäse-Mischung geschickt in den Börekteig einzuwickeln. Nach den ersten holprigen Versuchen ist die Schwierigkeit überwunden und akkurate Teigröllchen stapeln sich auf einem Teller, bereit für die Fritteuse. Die Gruppe ist flott: Nach etwa zwei Stunden ist das Essen fertig.

Nachdem alle gemeinsam gegessen haben, fordert Bahar Çakir, Mitarbeiterin in der Abteilung Soziales | Internationales | Kultur im Studentenwerk Bonn, die Gruppe zum traditionellen türkischen Tanz auf – dem Halay. Gemeinsam zu kochen hat offensichtlich alle Hemmungen beseitigt: niemand ziert sich und alle lassen sich interessiert auf die Erfahrung ein. Çakir fängt mit einfachen Elementen an, bei denen man mit den Fingern schnipst und die Schultern kreisend bewegt. Langsam steigen die Studierenden mit ein und ehe sie sich versehen, haben sie drei verschiedene Ausführungen des Halay erfolgreich gemeistert und strahlen voller Stolz.

Der nächste Kochabend ist am 3. Juni und behandelt den nordost-afrikanischen Staat Eritrea. Das Studentenwerk wird dabei von der Initiative für Flüchtlinge Bonn unterstützt. Weitere Infos gibt es zeitnah auf der Seite Internationales.