Studium+M – Programm für mehr Studierende mit Migrationshintergrund: Studentenwerk Bonn wird gefördert

Das Studentenwerk Bonn, das Studentenwerk Darmstadt, das Kölner Studentenwerk, das Studentenwerk Marburg und das Studentenwerk Thüringen: Diese fünf Studentenwerke werden von der Stiftung Mercator gefördert und Pilotprojekte im Programm „Studium+M . Programm für mehr Studierende mit Migrationshintergrund“ umsetzen.

Studentenwerk Bonn startet Projekt zum Programm "Studium+M". Das Ziel ist, Schüler und Studierende mit Migrationshintergrund zu motivieren, informieren, beraten, unterstützen und schließlich zum Studienerfolg zu verhelfen.

Das teilen die Stiftung Mercator und das Deutsche Studentenwerk mit, der Verband der 58 Studentenwerke in Deutschland. Beide Organisationen haben das Programm „Studium+M“ in diesem Jahr gemeinsam entwickelt und gestartet.
 
Die fünf ausgewählten Studentenwerke erhalten von 2015 bis 2018 von der Stiftung Mercator eine Projektförderung von insgesamt rund einer Million Euro. Damit werden die fünf Studentenwerke modellhaft Pilotprojekte realisieren, um mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund für ein Studium zu gewinnen und zu einem erfolgreichen Hochschulabschluss zu führen. Gleichzeitig sollen die Projekte die Willkommens- und Anerkennungskultur für Studierende mit Migrations¬hintergrund verbessern.
 
Insgesamt hatten sich 24 Studentenwerke um eine Projektförderung im Programm „Studium+M“ beworben. Eine sechsköpfige unabhängige Auswahlkommission hat am 28. November 2014 aus den Anträgen fünf für eine Förderung ausgewählt.
 
„Ich gratuliere den fünf Studentenwerke, die nun die Förderung erhalten, aber ich danke auch allen 24, die Anträge erarbeitet und eingereicht haben“, sagt Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks. „Diese viele Arbeit und das große Interesse unserer Verbandsmitglieder zeigt, welch hohen Stellenwert die Studentenwerke dem Thema Studierende mit Migrationshintergrund beimessen.“
 
Dr. Wolfgang Rohe, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, erklärt: „Bildung ist nach wie vor die wesentliche Voraussetzung für chancengleiche Teilhabe an der Gesellschaft. Unser Ziel ist es daher, dass mehr junge Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere aus bildungsfernen Schichten, ein Studium aufnehmen und dieses erfolgreich abschließen. Dies ist dringend nötig, um Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu erreichen. Das Projekt Studium+M kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten.“
 
Derzeit haben 23 Prozent der Studierenden in Deutschland einen Migrationshintergrund. Sie kommen häufig aus Familien ohne akademischen Hintergrund, sind also klassische Bildungsaufsteiger/innen. Die wirtschaftliche und soziale Förderung durch die Studentenwerke ist für diese Studierendengruppe besonders wichtig. Rund ein Drittel von ihnen erhält BAföG. Im nach wie vor sozial sehr selektiven deutschen Hochschulsystem sehen sich Studierende mit Migrationshintergrund oft Barrieren gegenüber; es mangelt an ideeller und finanzieller Unterstützung.

Die  Mitglieder der Auswahlkommission:

  • Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu, Konrektorin für Interkulturalität und Internationalität der Universität Bremen
  • Stephanie Knobloch, Referatsleiterin Betreuungsprogramme, Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
  • Nikolas Kretzschmar, Referent im Bundesamt für Migration und FlüchtlingeDr. Jens Schröder, Geschäftsführer des Studierendenwerks Mannheim, Mitglied im Vorstand des Deutschen Studentenwerks
  • Dr. Felix Streiter, Leiter Bereich Wissenschaft, Stiftung Mercator
  • Faruk Tuncer, Student Master of Public Policy, Hertie School of Governance Berlin, Stipendiat der Deutschlandstiftung Integration

 
Der Studium+M-Programm-Blog:
www.studiumplusm.de
 
Studium+M im Internet:
www.studentenwerke.de/de/node/1028