Rohbau zum Anfassen beim Tag der Städtebauförderung

Neubau der Studierendenwohnanlage in Neu-Tannenbusch wird besichtigt:

Beim ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung am Samstag, den 9. Mai, stand in Bonn der Stadtteil Neu-Tannenbusch im Fokus der Aufmerksamkeit. Im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt verändern diverse Baumaßnahmen und Bewohnerprojekte den Stadtteil und stärken das Miteinander.

Es geht zügig voran beim Neubau der Studierendenwohnanlage. Foto: Lars Bergengruen / Studentenwerk Bonn

Eine der größten Einzelinvestitionen ist der Neubau der Studierendenwohnanlage am Posener Weg durch das Studentenwerk Bonn. Bei einem Stadtteilspaziergang überzeugten sich interessierte Bewohner gemeinsam mit dem Quartiersmanagement und Vertretern der Stadt Bonn vom Baufortschritt. Unter dem Motto „Rohbau zum Anfassen“ konnte das Erdgeschoss eines Gebäudes besichtigt werden. Zur besseren Anschaulichkeit dienten die eingezeichneten Grundrisse von vier Appartements und diverse Schautafeln.

Der Leiter des Stadtplanungsamtes, Michael Isselmann, betonte die Bedeutung der Baumaßnahme, da nunmehr die Einfahrt nach Neu-Tannenbusch nicht von einem 13-geschossigen Betonsolitär geprägt sei, sondern von moderner und offener Architektur. Das Studentenwerk Bonn als Bauträger zeigte sich angesichts der regen Bautätigkeit optimistisch, dass der Zeitplan eingehalten werden könne, d.h. im September Richtfest und im Spätsommer 2016 der Einzug von Studierenden. Das löste bei den Stadtteil-Spaziergängern Freude aus: Junge Studierende seien sehr willkommen. Darüber hinaus freue man sich über den neuen, im markanten Eckgebäude an der Oppelner/Ecke Riesengebirgsstraße gelegenen Gemeinschaftsraum, der auch von Bürgern und Vereinen genutzt werden dürfe.

Im Überblick:
Im Herbst 2014 haben die Bauarbeiten am Wohnheim in Bonn Neu-Tannenbusch begonnen. Die sieben Gebäude mit maximal vier Obergeschossen für insgesamt 210 Studierende entstehen im Rahmen des Förderprogramms „Soziale Stadt“. Das Besondere sind eine aufgelockerte Architektonik, ein barrierefreier Zugang und der Passivhaus-Standard. Die 133 Wohneinheiten auf insgesamt 5.600 Quadratmetern Wohnfläche teilen sich in Appartements sowie Wohnungen mit bis zu vier Zimmern auf.

Zusätzlich wird es vier Wohneinheiten geben, die auf die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern ausgerichtet sind. Studierenden mit Kind werden außerdem vier Wohnungen mit einem kleinen Kinderzimmer zur Verfügung stehen.
Parkplätze entstehen für 24 Pkws sowie Abstellmöglichkeiten für 210 Fahrräder. Ein
großer Gemeinschaftsraum soll auch für Bürger und Ortsvereine anmietbar sein. Im
Innenhof des Wohnheims laden eine Holzterrasse und ein Grillplatz dazu ein, draußen zu
verweilen. Wenn alles nach Plan läuft, wird im September Richtfest gefeiert und die
ersten Bewohner können zum Wintersemester 2016 einziehen.

Eindrücke vom Baufortschritt der Studierendenwohnanlage gibt es hier.