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Studierendenwerk Bonn legt Geschäftsbericht für 2025 vor

Soziale Verantwortung und Zukunftsinvestitionen trotz starkem Kostendruck

Visualisierung des neu zu erbauenden Wohnheims in Auerberg: ein helles Kubus-Gebäude mit grünen Elementen und angrenzenden Grünflächen sowie Bäumen.
  • Studierendenwerk Bonn begleitet rund 43.000 Studierende im Hochschulraum Bonn und Rhein-Sieg
  • Wirtschaftliche Herausforderungen aufgrund steigender Kosten bei Personal, Energie und Einkauf
  • Fortschritte bei Großprojekten im Carré Nassestraße und in Bonn-Auerberg
  • Verlässliche Bedingungen für Wohnraumförderung durch das Land NRW gefordert

Bonn, 16. September 2026. Das Studierendenwerk Bonn hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2025 veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen eine weiterhin hohe Nachfrage nach den sozialen Infrastrukturangeboten sowie erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen aufgrund steigender Kosten. Für die rund 43.000 Studierenden in der Hochschulregion Bonn und Rhein-Sieg erbringt das Studierendenwerk Leistungen im sozialen und wirtschaftlichen Bereich: Mensen und Cafés, Wohnheime, Studienfinanzierung, Kinderbetreuung und Beratung sorgen für mehr Chancengleichheit aller Studierenden auf dem Campus.

Die Leistungen des Studierendenwerks waren im Jahr 2025 sehr gut nachgefragt:

  • Über 1,3 Millionen Essen in der Hochschulgastronomie bedeuten eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr
  • Die Zahl der gestellten BAföG-Anträge ist leicht auf 6.250 gesunken
  • Die rund 3.800 Wohnheimplätze waren ganzjährig voll ausgelastet; die hohe Nachfrage der Studierenden trifft auf einen angespannten und teurer werdenden Bonner Wohnungsmarkt
  • Die 211 Betreuungsplätze in den Kindertageseinrichtungen wurden in Anspruch genommen; der Nachfragedruck sinkt etwas im Vergleich zu den Vorjahren
  • Die vielfältigen Beratungsangebote, bestehend aus der Psychologischen Beratungsstelle, der Schreibberatung, der Beratung für Studierendende mit Beeinträchtigung sowie die Servicestelle Internationales hatten ganzjährig eine hohe Nachfrage

„Der steigende Kostendruck bei Personal, Energie sowie Waren- und Dienstleistungseinkauf belastet uns enorm. Als gemeinwohlorientiertes Unternehmen können und wollen wir diese Mehrkosten nicht komplett auf die Studierenden abwälzen. Wir stehen zu unserer sozialen Verantwortung, sehen aber ebenso das Land Nordrhein-Westfalen in der Pflicht“, erklärt Geschäftsführer Jürgen Huber.

Novellierung des Studierendenwerksgesetzes erwartet

Auf Basis einer vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW beauftragten Organisationsuntersuchung steht derzeit die Novellierung des Studierendenwerksgesetzes an. Diese sieht unter anderem eine maßvolle Erweiterung der Verwaltungsräte und die Wahrung des Leistungsangebots vor. Gleichzeitig nutzen die NRW-Studierendenwerke den wirtschaftlichen Druck für Synergien: Aus gemeinsamen Analysen geht ein landesweit gefördertes Digitalisierungsprojekt hervor, für das aktuell das Lastenheft erarbeitet wird.

„Wirtschaftlicher Druck schafft eben auch Chancen, erfordert aber langen Atem und Kompromissbereitschaft. Der Blick auf Strukturen greift jedoch zu kurz: Ohne verlässliche Finanzierung, lässt sich unser sozialer Auftrag dauerhaft nicht sichern“, betont Jürgen Huber.

Bauprojekte schaffen neuen Wohnraum

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen schlägt das Studierendenwerk bei seinen Infrastrukturprojekten einen klaren Zukunftskurs ein.

Beim Großbauprojekt im Carré Nassestraße laufen die Hochbauarbeiten. Nach dem Richtfest im April 2026 ist die Fertigstellung der „Mensa der Zukunft“ – als ganztägiger Lern-, Entspannungs- und Begegnungsort – für Ende 2027 geplant.

In Bonn-Auerberg wurde im Oktober 2025 die Baugenehmigung erteilt, sodass im August 2026 der Spatenstich für die Erweiterung der Wohnanlage erfolgen konnte.

Für die Wohnheim-Standorte Hirschberger Straße (Sanierung und Erweiterung) und Römerlager (Modernisierung) laufen die Vorbereitungen.

Damit bezahlbarer Wohnraum dauerhaft gesichert werden kann, fordert das Studierendenwerk die Verstetigung und spezifische Anpassung der Wohnraumförderbestimmungen des Landes NRW. Bei entsprechender Unterstützung des Ministeriums könnte dieser Wohnraum künftig auch Auszubildenden zugutekommen.

Nachhaltigkeit als fester Bestandteil des Handlungsauftrags

Auch ökologisch setzt das Studierendenwerk Maßstäbe: Mit einer eigenen Stabsstelle, einer nachhaltigen Beschaffungsordnung, einer CO₂-Ampel in den Mensen (via Eaternity) sowie einer etablierten Treibhausgasbilanzierung bereitet sich die Einrichtung intensiv auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD vor.

Schulterschluss aller Partner erforderlich

Für die Bewältigung der anstehenden Aufgaben setzt Geschäftsführer Jürgen Huber auf ein starkes Miteinander. „Eine funktionierende soziale Infrastruktur gelingt nur im Schulterschluss. Hochschulen, Studierende, Beschäftigte, Kommune, Studierendenwerk und Land müssen auf Augenhöhe zusammenarbeiten. Seit über 100 Jahren kümmern wir uns um das Wohl der Studierenden und versprechen, auch in Zukunft ein starker, zuverlässiger Partner zu sein.“

Download Geschäftsbericht 2025

 

Pressekontakt/Ansprechpartner:

Robert Anders

Leiter Marketing & Kommunikation/Pressesprecher
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